Strom & Netz2.6.2025 · 2 Min. Lesezeit

Was macht ein Grundstück rechenzentrumstauglich? Die 7 Faktoren

Kurz beantwortet

Ein Grundstück ist rechenzentrumstauglich, wenn es mindestens 1 Hektar groß ist, in der Nähe eines Umspannwerks oder einer Hochspannungsleitung (110/220/380 kV) liegt, baurechtlich als Gewerbe- oder Industriefläche nutzbar ist und Glasfaseranbindung in Reichweite hat. Der wichtigste Einzelfaktor ist der Stromnetzanschluss mit rund 35 Prozent Gewicht in der Standortbewertung.

Die Gewichtung im Überblick

DCreal bewertet Flächen mit dem DC-Readiness-Score. Die sieben Faktoren und ihre Gewichtung:

FaktorGewichtWarum
Strom / Netzanschluss35 %Ohne Anschlussperspektive kein Rechenzentrum – Wartezeiten auf Netzanschlüsse sind heute der Engpass Nr. 1
Flächengröße / Zuschnitt18 %Ab 1 ha Edge-tauglich, ab 30 ha Hyperscale-Liga
Planungsrecht / Baurecht13 %Ein rechtskräftiger B-Plan spart Jahre
Glasfaser / Konnektivität10 %Latenz und Redundanz entscheiden über Mietpreise
Lage / Region9 %Kernmärkte: Frankfurt, Berlin, München, Hamburg, NRW
Risiken8 %Wohnbebauung, Hochwasser, Altlasten kosten Punkte
Abwärme / Wasser7 %EnEfG verlangt Abwärmenutzungskonzepte

Strom ist der Flaschenhals

In Frankfurt liegt die Wartezeit auf neue Netzanschlüsse teils bei über 5 Jahren. Genau deshalb gewinnen Flächen mit eigener Anschlussperspektive – etwa direkt am Umspannwerk oder auf ehemaligen Kraftwerksarealen mit Bestandsanschluss – massiv an Wert.

Was viele Eigentümer unterschätzen

Ein Acker im Außenbereich ohne Planungsabsicht ist kein Rechenzentrumsgrundstück – auch wenn die Hochspannungsleitung darüber verläuft. Umgekehrt kann eine unscheinbare Konversionsfläche mit 110-kV-Bestandsanschluss ein Millionenwert sein.

Tipp: Prüfen Sie Ihre Fläche kostenlos mit dem DC-Readiness-Score-Rechner von DCreal – Ergebnis in 3 Minuten.

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